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Ski alpin, Slalom in Kitzbühel: Linus Straßer verpasst Podium um eine Hundertstel

Skirennläufer Linus Straßer hat beim Weltcup-Slalom in Kitzbühel einen Platz auf dem Siegerpodest mit dem knappsten aller Rückstände verpasst. Im zweiten Lauf fiel der 30 Jahre alte Münchner auf dem extrem eisigen Ganslernhang vom dritten auf den vierten Rang zurück – zu seiner dritten Podiumsplatzierung in diesem Winter fehlte ihm nur eine Hundertstelsekunde.

“Mir hat ein vierter Platz noch nie so weh getan”, sagte Straßer im ZDF. Der Sieg vor 25.000 Zuschauern ging nach dem Ausscheiden des führenden Österreichers Manuel Feller an den Schweizer Daniel Yule. Zweiter wurde Vorjahressieger Dave Ryding aus Großbritannien (+0,40), Dritter Lucas Braathen aus Norwegen (+0,41).

Als einziger deutscher Starter neben Straßer (+0,42) hatte es Sebastian Holzmann ins Finale geschafft. Er belegte einen respektablen 18. Platz.

Ski alpin: Slalom der Herren in Kitzbühel – Ergebnis

Ski alpin, Slalom in Kitzbühel 2. Durchgang
Platz Name Zeit/Rückstand
1. Daniel Yule 1:44.63
2. Dave Ryding + 0.40
3. Lucas Braathen + 0.41

Ski alpin: Slalom der Herren in Kitzbühel im Liveticker zum Nachlesen

Sieg für Yule! Damit bleibt Daniel Yule vorn, wiederholt seinen Kitzbühel-Triumph von 2020 und holt seinem achten Weltcupsieg. Von Platz sieben fuhr der Schweizer mit der dritten Laufzeit noch ganz nach vorn, profitierte aber natürlich auch von den Patzern der Konkurrenz. Das tat auch Dave Ryding, der nach dem ersten Durchgang wahrlich nicht wie ein Podiumskandidat aussah (16.). Doch der Vorjahressieger brannte einen Zauberlauf in den Schnee, setzte die Laufbestzeit und fuhr noch auf Rang zwei nach vorn. Den dritten Platz rettete Lucas Braathen.

Manuel Feller (AUT): Und einer kommt ja noch. Manuel Feller hat komfortable 85 Hundertstel auf der Habenseite. Die Fans in Kitzbühel sind bereit. Dann geht es los. Und schnell ist es vorbei. Der Tiroler verliert schon früh etwas die Balance. Kurz darauf fädelt er ein. Welch eine Enttäuschung!

Lucas Braathen (NOR): Daniel Yule hat seinen Platz auf dem Podium sicher. Doch wer sind die anderen beiden? Lucas Braathen bringt eine gute halbe Sekunde mit. Der zweifache Saisonsieger im Slalom braucht sein Guthaben aber ebenfalls auf.

Linus Straßer (GER): Drei Männer stehen noch oben. Jetzt möchte Linus Straßer nach einem Platz auf dem Podium greifen. §5 Hundertstel hat die deutsche Hoffnung im Gepäck. Das Guthaben behauptet er zunächst, muss dann doch davon zehren. Straßer bleibt dran, lässt nicht locker. Im Ziel reißt er den rechten Arm nach vorn. Es setzt gut vier Zehntel Rückstand und das beste Kitzbühel-Ergebnis für ihn persönlich. Im Moment ist das Platz drei.

Clement Noël (FRA): Dann will es der Olympiasieger wissen. Clement Noël wuchtet sich aus dem Starthaus. Der Sieger von 2019 fährt eng an die Stangen ran. Doch dann hakt es auch bei ihm. Mitunter rutschen die Ski ein wenig. So fällt der Franzose zurück, hat als Sechster sieben Zehntel Verspätung.

Loic Meillard (SUI): Als letzter Schweizer macht sich Loic Meillard auf dem Weg. Bei einem Linksschwung hakelt es, dort bleib Zeit liegen. Ganz sauber kommt der 26-Jährige nicht durch, kann nicht richtig angreifen. Im Ziel liegt er fünf Zehntel hinten – Platz vier!

Ramon Zenhäusern (SUI): Und der nächste Eidgenosse steht schon in den Startlöchern. Ramon Zenhäusern wirkt nicht ganz so spritzig, was natürlich auch an seiner Körpergröße liegt. So erscheint die Fahrt etwas verhaltener. Zumindest fährt der 30-Jährige sauber. Im Ziel fehlen knapp sechs Zehntel – Rang vier. Das bewegt sich im Bereich seine bislang besten Saisonresultate.

Daniel Yule (SUI): Spätestens jetzt geht es schon ums Podium. Daniel Yule ist sich dessen bewusst und greift an. Der Sieger von 2020 gibt Gas, baut seinen Vorsprung zwischenzeitlich sogar aus. Am Ende wird es die dritte Laufzeit, in der Summe aber sprechen vier Zehntel für ihn. Das ist die Führung!

Tommaso Sala (ITA): Nun steht Tommaso Sala bereit. Für den Italiener stehen als bislang beste Weltcup-Ergebnisse zwei sechste Plätze zu Buche. Wird das heute vielleicht mehr?

Albert Popov (BUL): Mit einer haben Sekunden Guthaben geht es Albert Popov an. Das büßt der kompakte Bulgare ganz schnell ein.

Adrian Pertl (AUT): Danach zeigt Adrian Pertl einen recht sicheren Lauf. Der Vizeweltmeister findet einen Weg, mit der Situation umzugehen. Die Top 10 winken, doch natürlich muss der Österreicher auch ankommen. Am Ende fehlen im drei Zehntel, Pertl reiht sich als Dritter an.

Tanguy Nef (SUI): Deutlich forscher legt Tanguy Nef los. Und das ist zu viel des Guten. Der Eidgenosse kommt nicht weit, scheidet frühzeitig aus.

Sandro Simonet (SUI): Im Anschluss macht sich Sandro Simonet auf den Weg. Der Schweizer versucht die Balance finden. Zum einen möchte der 27-Jährige gern das Ziel erreichen, aber zugleich auch nicht zu abwarten agieren. In gewisser Weise gelingt ihm das. Simonet kommt als Sechster unten an.

Sebastian Foss Solevaag (NOR): Dann schiebt sich Sebastian Foss Solevaag in den Hang. Der Weltmeister und Olympiadritte wirkt wie vorhin verhalten, zeigt Respekt vor dem eisigen Hang. Der Norweger möchte ankommen und tut das mit einer Sekunde Rückstand als Fünfter.

Henrik Kristoffersen (NOR): Jetzt ist schon Henrik Kristoffersen and er Reihe. Grundsätzlich hat der Norweger das Zeug zu einer Aufholjagd. Doch schafft der Führende im Slalom-Weltcup die Einstellung auf die eisigen Bedingungen. Der Skandinavier probiert alles, am Ende jedoch fehlen sieben Hundertstel – Platz zwei!

Fabio Gstrein (AUT): Danach geht es Fabio Gstrein mutig an. Doch nur bis Mitte des Laufes ist der ÖSV-Läufer richtig mit dabei. Zum Ende jedoch büßt der 25-Jährieg doch noch sieben Zehntel ein, ist damit zumindest Zweiter, aber dennoch etwas enttäuscht.

Dave Ryding (GBR): Anschließend macht sich der Vorjahressieger auf den Weg. Und jetzt findet Dave Ryding richtig gut rein.

Joaquim Salarich (ESP): Forsch legt Joaquim Salarich los. Der Spanier steckt nicht zurück, fährt auf Angriff und möchte das Erreichte nicht verwalten. Der 29-Jährige schafft es ins Ziel, liegt lediglich knapp vier Zehntel zurück und freut sich über den zweiten Platz.

Dominik Raschner (AUT): Auch für Dominik Raschner geht es jetzt darum, den ersten Lauf einigermaßen zu bestätigen. Phasenweise ist der Tiroler etwas spät dran, da fährt der Körper den Ski etwas hinterher. Dennoch bleibt der 28-Jährige dran, findet besser rein und erreicht das Ziel als Sechster.

Stefano Gross (ITA): Anschließend kann Stefano Gross seine Erfahrung nicht ausspielen. Der Italiener verliert zwischenzeitlich die Balance, muss zusehen, im Rennen zu bleiben. Somit der 36-Jährige mit zwei Sekunden Verspätung unten an.

Billy Major (GBR): Anschließend möchte Billy Major die gute Leistung aus dem ersten Durchgang bestätigen. Das gelingt nur eine Zeit lang, dann erlaubt sich der Brite an einer Welle einen Fehler, hat die passende Richtung nicht und fährt zu weite Wege. Das spült ihn letztlich anderthalb Sekunden zurück.

Filip Zubcic (CRO): In dieser Form bekommt es Filip Zubcic nicht hin. Der Kroate führt die Ski nicht sauber genug, die schlingern immer mal etwas. Auf Dauer kostet das viel Zeit. Den 29-Jährigen wirft es deutlich zurück – bis auf Platz acht.

Alexander Steen Olsen (NOR): Beinahe eine halbe Sekunde Polster bringt nun Alexander Steen Olsen mit. Sparsam geht der Norweger damit um, braucht nur einen Teil auf. Und wie seine Kollegen zuvor vermag der 21-Jährige vor dem Ziel noch Tempo zu machen. Und so bekommt Steen Olsen eine Laufbestzeit hin, was im die Spitzenposition mit einer halben Sekunde Vorsprung beschert.

Sebastian Holzmann (GER): Nun ist Sebastian Holzmann an der Reihe. Wie im ersten lauf fährt der Deutsche sauber, steht sicher auf dem Ski. Und auch der 29-Jährige tritt unten noch aufs Gas, holt viel Zeit auf. Am Ende fehlen lediglich acht Hundertstel zur Führung – Rang zwei!

Kristoffer Jakobsen (SWE): Kristoffer Jakobsen büßt anschließend sein Guthaben schnell ein, kommt dann aber noch in Fahrt. Den letzten Streckenteil fährt der Schwede richtig gut, kommt bis auf 13 Hundertstel an die Bestzeit heran und reiht sich als Dritter ein.

Sam Maes (BEL): Dann macht sich die Überraschung des ersten Durchgangs auf den Weg. Mit Startnummer 60 ist Sam Maes hier noch dabei, erlaubt sich weit oben aber den Fehler, liegt fast im Schnee und muss auch noch einmal hochsteigen. Somit ist die Zeit beim Teufel. Der Belgier schafft es dann ins Ziel, die Frage wird aber sein, ob der Rückstand von siebeneinahlb Sekunden nicht zu groß ist, um Punkte zu bekommen.

Simon Maurberger (ITA): Auch Simon Maurberger verspielt sein schmales Polster aus dem ersten Lauf schnell. Und dann fädelt der Italiener am drittletzten Tor auch noch nein. Der 27-Jährige steigt mit dem Ziel direkt vor Augen noch einmal hoch, fährt das Rennen korrekt zu Ende, kommt aber 15 Sekunden zu spät, also außerhalb des Zeitlimits an. Weltcup-Punkte wird es nicht geben.

Timon Haugan (NOR): Anfangs ist Timon Haugan ordentlich unterwegs, arbeitet mächtig, wirkt aber nicht flink genug zwischen den Toren. Permanent sammelt sich Rückstand an. Der Norweger fällt ans Ende des Klassements zurück.

Michael Matt (AUT): Was fängt Michael Matt mit der noch guten Piste an? Der Tiroler hat etwas gut zu machen, war vorhin nicht zufrieden. So ganz frei wirkt der Vizeweltmeister von 2019 nicht. Am Ende fehlt ihm eine Zehntel zur Spitze.

Armand Marchant (BEL): Im Anschluss beweist Armand Marchant, dass es deutlich schneller geht. Der Belgier geht es viel forscher an und fährt zügig eine Sekunde raus. Im weiteren Verlauf konserviert der 25-Jährieg dieses Guthaben und setzt im Ziel die überlegene Bestzeit. Das sollte für ihn noch um einiges nach vorn gehen.

Erik Read (CAN): Jetzt eröffnet Erik Read den finalen Lauf.

Zweiter Lauf: Auf dem Ganslernhang zeichnet diesmal der Schweizer Matteo Joris für die Kurssetzung verantwortlich. Vom Start auf 1.004 Metern weisen 61 Tore den Weg über die 193 Höhenmeter hinunter ins Ziel – ein Tor weniger als vorhin. Die Streckenlänge beträgt 590 Meter. Die verbleibenden 30 Sportler vertreten 13 Nationen.

Willkommen zurück: Willkommen zurück beim Slalom von Kitzbühel! In Kürze wird der zweite Lauf beginnen und den Abschluss der 83. Hahnenkamm-Rennen an diesem Wochenende bilden.

Ski alpin: Slalom der Herren in Kitzbühel JETZT im Liveticker – 2. Durchgang

Bis später! Für den Moment soll es das aus Kitzbühel gewesen sein. Mit dem Slalom auf dem Ganslernhang machen wir um 13:30 Uhr weiter. Dann steht der Finaldurchgang auf dem Programm und wir melden uns rechtzeitig zurück. Bis dann!


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