NBA: Dennis Schröder wird zum Helden bei dramatischen Sieg der Lakers gegen Grizzlies – Kyrie Irving kratzt an 50 Punkten

Die Siegesserie der Memphis Grizzlies reißt, und Dennis Schröder ist dafür verantwortlich! Kyrie Irving beendete die Negativserie der Brooklyn Nets quasi im Alleingang und Franz Wagner führte Orlando zum Sieg. Jamal Murray verbucht in Abwesenheit von Nikola Jokic sein erstes Triple-Double.

Kawhi Leonard macht sein bestes Spiel seit Jahren an alter Wirkungsstätte und die B-Mannschaft der Warriors bezwingt ein starkes Team aus dem Osten.

Orlando Magic (17-28) – New Orleans Pelicans (26-20) 123:110 (BOXSCORE)

  • Die Magic gewinnen dank eines starken Franz Wagners mit 30 Punkten (10/16 FG) sowie 9 Assists und ihrer besten Phase im vierten Viertel. Dort drehte Orlando einen kleinen Rückstand innerhalb von zwölf Minuten zu einer zweistelligen Führung, auch weil New Orleans das Wurfglück komplett verlassen hatte und alle sieben Distanzwürfe danebensetzte.
  • Das ganze Spiel über traf Orlando angeführt von Wagner (5/7 3P) schon besser von Downtown, insgesamt 15/30. Die Pelicans trafen nur 10/35, gerade C.J. McCollum (23, 2/11 3P) und Jose Alvarado (17, 3/11 3P) hatten wenig Erfolg. Neben Zion Williamson und Brandon Ingram fehlte auch Naji Marshall.
  • Hätte Paolo Banchero (11, 2/7 FG) nicht einen schwachen Abend erwischt, hätte Orlando das Spiel schon früher entscheiden können. Gary Harris (15, 4/6 3P) war neben Wagner der einzig gut aufgelegte Starter, doch die Magic bekamen wertvolle Unterstützung von der Bank durch Cole Anthony (22, 6/9 FG) und Bol Bol (12), der seine einzigartigen Fähigkeiten aufblitzen ließ mit einem Euro-Step gefolgt von einem krachenden Dunk über Trey Murphy III. Moritz Wagner beteiligte sich mit 5 Punkten, 4 Rebounds und 2 Assists in knapp 16 Minuten von der Bank kommend.
  • Auf der Gegenseite durfte Jonas Valanciunas nach seinem Double-Double von 20 Zählern und 10 Rebounds den 10.000 Punkt seiner Karriere feiern, enttäuschend war dagegen der Auftritt von Dyson Daniels, der in 31 Minuten als Starter ohne Punkte blieb bei 0/6 aus dem Feld. Der Rookie verteilte immerhin 8 Assists.

Atlanta Hawks (24-22) – New York Knicks (25-22) 139:124 (BOXSCORE)

  • Das Starting Lineup der Hawks zeigte gegen New York sein offensives Potenzial. Trae Young spielte gut (27 Punkte, 6 Assists) aber zerstörte die Knicks nicht so, wie er es vielleicht im Madison Square Garden gemacht hätte (nur 1/7 Dreier). In absoluter Topform war dagegen erneut Dejounte Murray, der 29 Zähler (14/25 FG), 12 Assists und 3 Steals bei nur 1 Turnover auflegte.
  • Die Hawks erspielten sich nach der Pause zweimal eine zweistellige Führung, die Knicks holten den Rückstand jedoch nur beim ersten Mal auf. Dabei traf New York seinerseits fast 60 Prozent aus dem Feld und über 40 Prozent von Downtown, für die Hawks reichte es dennoch zum fünften Sieg in Folge, unter anderem wegen weniger Ballverlusten (7:12) und mehr Offensivrebounds (14:9).
  • Erfolgreichster Punktesammler war Julius Randle, der 17 seiner insgesamt 32 Zähler im dritten Viertel markierte und zudem 9 Rebounds sammelte und 6 Assists spielte. R.J. Barrett zog nach mit 23 Punkten bei 3/5 aus der Distanz, Jalen Brunson verpasste ein Double-Double nur knapp (19, 9 Assists). Isaiah Hartenstein (2) verwandelte seinen einzigen Wurf und holte sich 6 Rebounds in knapp 17 Minuten von der Bank kommend.
  • Atlanta hatte am Ende einfach zu viele heiße Hände, gleich sechs Spieler erzielten mindestens 14 Punkte und trafen alle mindestens 40 Prozent aus dem Feld. John Collins (17, 9 Rebounds) war fast ohne Fehlwurf (7/8 FG, 3/4 3P), ebenso Onyeka Okongwu (14, 6/7), der genau wie Clint Capela 4 Offensiv-Rebounds sicherte. Bogdan Bogdanovic erzielte 12 seiner 14 Punkte im letzten Viertel.

Cleveland Cavaliers (28-19) – Golden State Warriors (23-23) 114:120 (BOXSCORE)

  • Nach dem gestrigen Finals-Rematch schonte Warriors-Coach Steve Kerr gegen Cleveland fast seine komplette Starting Five mit Stephen Curry, Klay Thompson, Andrew Wiggins und Draymond Green. Der einzige wiederkehrende Starter, Jordan Poole, drehte dafür auf und führte seine scharf schießende Mannschaft zum Sieg.
  • Poole (32, 5/12 Dreier) lieferte sich ein Duell mit Darius Garland und hatte knapp die Nase vorne als Topscorer der Partie, Ty Jerome zog nach mit 22 Punkten (3/4 3P) und 8 Assists. Kevon Looney (4) hat wohl zumindest vorerst seinen Startplatz in der normalen Rotation verloren, gegen Cleveland machte er sich aber noch sehr bemerkbar mit 6 seiner 17 Rebounds am offensiven Brett sowie 4 Assists und jeweils 2 Steals und Blocks.
  • Nach einer recht ausgeglichenen ersten Halbzeit führten die Warriors im dritten Viertel zwischenzeitlich mit 20 Punkten. Die Cavs starteten eine späte Aufholjagd, kamen jedoch nicht mehr näher als auf – 4 ran. Golden State stand schon früh im dritten Viertel bei 15 getroffenen Dreiern, und das im 11. Spiel in Folge. Damit stellen die Warriors einen Ligarekord ein.
  • Garland ging auf der Gegenseite mit 31 Punkten (10/25 FG) und 10 Assists vor, Unterstützung kam vor allem durch Caris LeVert (22, 5/8 3P) und Evan Mobley (17, 7 Rebounds). Donovan Mitchell fehlte erneut aufgrund einer Leistenverletzung.

Dallas Mavericks (25-22) – Miami Heat (25-22) 115:90 (SPIELBERICHT)

San Antonio Spurs (14-32) – L.A. Clippers (24-24) 126:131 (BOXSCORE)

  • Howdy, Kawhi Leonard! Die Klaue ist seit knapp zwei Wochen ziemlich gut aufgelegt und sorgte an alter Wirkungsstätte in Texas für den bisherigen Höhepunkt. Leonard traf 13/18 aus dem Feld und 4/5 von Downtown um neben 7 Assists auf 36 Punkte zu kommen, eine höhere Ausbeute hatte er zuletzt in der Saison 2019/20.
  • Die Clippers brauchten fast jeden einzelnen Zähler, da die Spurs mit den exzellenten Quoten der Clippers fast Schritt für Schritt mithalten konnten. Beide Mannschaften trafen fast 54 Prozent von jenseits der Dreierlinie, nur aus dem Feld übertrafen L.A. die Quote der Spurs sogar deutlich mit 63 Prozent zu 57,3!
  • Daneben werfen stand nicht auf dem Abendprogramm, das befolgten alle Starter der Clippers sowie Norman Powell mit 26 Punkten (9/11 FG, 4/5 3P) von der Bank kommend. Paul George verbuchte ein Double-Double mit 16 Zählern und 12 Assists, Ivica Zubac (12) dank 8 seiner 16 Rebounds am gegnerischen Ring auch.
  • Bei den Spurs ging Keldon Johnson voran mit 23 Punkten, Zach Collins (7/9 FG, 4 Assists) und Josh Richardson steuerten jeweils 17 Punkte von der Bank kommend bei. Jakob Pöltl (11, 4 Assists) konnte defensiv auch nicht viel gegen den Ansturm der Clippers machen.

Denver Nuggets (33-13) – Indiana Pacers (23-24) 134:111 (BOXSCORE)

  • Die Nuggets können einem aktuell schon Angst machen. Nikola Jokic wurde geschont, dennoch schien der neunte Sieg Denvers in Folge nie wirklich in Gefahr. Jamal Murray übernahm die eigentliche Aufgabe des amtierenden MVPs und verbuchte das erste Triple-Double seiner Karriere mit 17 Punkten, 10 Rebounds und 14 Assists. Fünf dieser Rebounds holte er am gegnerischen Ring!
  • Zu stark für die Pacers war auch Aaron Gordon mit 28 Punkten bei 11/15 aus dem Feld sowie 6 Assists. Michael Porter Jr. steuerte 19 Zähler und 8 Rebounds, dazu beteiligten sich drei Reservisten der Nuggets im zweistelligen Bereich. Denver spielte 38 Assists und verbuchte jeweils 16 Steals und Dunks (drei Season-Highs), traf über 61 Prozent aus dem Feld und genau die Hälfte seiner Dreier!
  • Ohne Tyrese Haliburton hatten die Pacers keine Antworten, die besten Scorer waren noch Bennedict Mathurin (19) und Chris Duarte (18) von der Bank kommend. Indiana verschuldete 21 Turnover und traf nur 8/32 aus der Distanz. Es ist die sechste Niederlage in Folge für die Pacers.

Utah Jazz (24-25) – Brooklyn Nets (28-17) 106:117 (BOXSCORE)

  • Nach vier Niederlagen in Folge hatte Kyrie Irving offensichtlich gar keine Lust mehr zu verlieren und nahm die Dinge in eigene Hand. 19 seiner insgesamt 48 Punkte bei 18/29 aus dem Feld und 8/15 von Downtown erzielte er im letzten Viertel um den Sieg seines Teams zu sichern. Dazu holte er sich 3 seiner 11 Rebounds am gegnerischen Brett, spielte 6 Assists bei nur 1 Turnover und verbuchte 4 Steals.
  • Die Nets starteten sehr gut und führten schnell mit bis zu 13 Punkten, Utah fing sich jedoch und führte nach drei Vierteln sogar knapp, bevor Irving übernahm. Laut Brooklyn ist dessen Ausbeute der neueste Bestwert eines Nets gegen die Jazz, zuvor hielt Bubbles Hawkins diesen Rekord mit 44 Zählern seit der Debütsaison der Nets 1977. Großartiger Name!
  • Unterstützung kam auf beiden Seiten des Feldes von Nic Claxton (20, 8/9 FG, 4 Blocks), Seth Curry traf wichtige Dreier in der Crunchtime. Ben Simmons (6) war besonders in der ersten Halbzeit auffällig destruktiv für die Offense der Gegner. Royce O’Neale (13) spielte 6 Assists.
  • Das merkte unter anderem Mike Conley (9, 2/8 FG), der zumindest noch 9 Assists spielte. Jordan Clarkson markierte 29 Punkte (11/22 FG), Lauri Markkanen (22, 11 Rebounds) traf 6 seiner 10 Distanzwürfe. Collin Sexton steuerte 17 Zähler von der Bank kommend bei, die Trefferquote der Nets von fast 54 Prozent aus dem Feld war jedoch zu stark.

Los Angeles Lakers (21-25) – Memphis Grizzlies (31-14) 122:121 (BOXSCORE)

  • Hollywood schreibt wirklich die besten Geschichten! Lange sah es so aus als würden die Grizzlies mit einem Zittersieg entkommen, doch Dennis Schröder hatte andere Pläne. Bei -1 und knapp 13 Sekunden zu spielen, lockten die Lakers Desmond Bane nach dem Einwurf in eine Falle, Schröder haute ihm den Ball aus den Händen und sprintete das Feld runter, wo er einen Layup mit Foul verwandelte und per Freiwurf auf +2 stellte.
  • Zum tragischen Helden wurde dann Brandon Clarke, der gefoult wurde und das Spiel an der Linie in die Overtime hätte retten können, doch sein zweiter Freiwurf landete nicht im Netz. Bane sicherte sich sogar noch den Offensivrebound, landete aber im Aus. Unglaublicher Sieg der Lakers! Schröder hatte kurz zuvor bereits vier Freiwürfe getroffen um die Lakers gemeinsam mit Putbacks durch LeBron James und Russell Westbrook im Spiel zu halten.
  • Schröder markierte 19 Punkte und war mit jeweils 8 Rebounds und Assists bei nur 1 Ballverlust sowie 3 Steals überall zu finden. James (23, 8/21) hatte nicht viel Erfolg mit seinem Wurf, dafür machte Russell Westbrook vielleicht sein bestes Spiel der Saison mit 29 Punkten (Season-High) bei 10/18 FG und 6 Assists von der Bank kommend. Die Grizzlies führten gegen Ende des dritten Viertels mit bis zu 13 Punkten und schienen auch im Schlussviertel die Kontrolle zu haben, bis zur letzten Minute.
  • Die Intensität in der Arena war das ganze Spiel über hoch, sogar in der Halbzeit an der Seitenlinie. Als hätte der Freitagabend in der Arena noch mehr Drama gebraucht, kam es dort zu einer Auseinandersetzung zwischen Ja Morants Vater Tee und Shannon Sharpe, dem TV-Experten. Zum Glück für Tee wurden er und der frühere NFL-Star schnell getrennt, auch die Grizzlies-Spieler waren bei der Rudelbildung dabei. Sharpe ließ anschließend noch einige wenig freundliche Worte an die Öffentlichkeit kommen, im dritten Viertel schien er sich jedoch schon wieder mit Tee Morant versöhnt zu haben. Die beiden umarmten sich an der Seitenlinie.
  • Ja Morant war zwar der Topscorer seines Teams, brauchte jedoch ganze 28 Würfe für seine 22 Punkte sowie 8 Assists. Deutlich besser trafen Clarke (20, 7/7 FG) und Tyus Jones (20, 4/6 3P) von der Bank kommend. Clarke (5 von 10 Rebounds offensiv) trieb zudem gemeinsam mit Steven Adams (8 von 17 offensiv) sein Unwesen am gegnerischen Brett, wo die Grizzlies insgesamt 24-Mal zugriffen.

Sacramento Kings (26-18) – Oklahoma City Thunder (22-24) 118:113 (BOXSCORE)

  • Nach einem harten Kampf bauen auch die Kings ihre Siegesserie weiter aus, das gehört in der Top 3 im Westen aktuell wohl einfach zum guten Benehmen. Domantas Sabonis dirigierte die Offense seiner Mannschaft brillant mit 14 Assists, dazu markierte er 18 Punkte und 13 Rebounds für ein Triple-Double.
  • Keegan Murray war ebenfalls bestens aufgelegt mit 29 Punkten bei 10/12 aus dem Feld sowie 14 Rebounds, alles neue Bestwerte seiner jungen Karriere! Dazu traf er 5/7 von Downtown, De’Aaron Fox zog mit 25 Zählern nach. Die Siegesserie der Thunder endet nach vier Spielen.
  • OKC war in der ersten Halbzeit sogar das bessere Team, im letzten Viertel gaben die Kings jedoch den Takt an und hielten die Thunder zumindest außerhalb direkter Schlagreichweite. In den letzten fünf Sekunden forcierte OKC sogar noch einen Turnover und verkürzte auf -3, ein zweites Mal vor der Sirene gelang dies ihnen jedoch nicht.
  • Den Widerstand leistete vor allem Shai Gilgeous-Alexander mit 37 Punkten bei 16/23 aus dem Feld und 7 Assists, ohne einen einzigen Ballverlust zu verschulden. Josh Giddey verbuchte sein nächstes Double (10 Rebounds, 5 Assists) und steuerte genau wie Lu Dort 15 Zähler bei. Isaiah Joe fing von der Bank kommend Feuer und netzte 7 seiner 12 Distanzwürfe ein, sonst fehlte jedoch die Unterstützung der Reservisten.

 


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