NBA: Luka Doncic legt nächstes 50-Punkte-Spiel bei knappem Mavs-Sieg nach – Brooklyn Nets weiter nicht zu schlagen

Luka Doncic hat in San Antonio ein weiteres 50-Punkte-Spiel aufgelegt und den Dallas Mavericks einen weiteren knappen Erfolg gesichert. Die Brooklyn Nets bauen ihre Siegesserie weiter aus.

Joel Embiid verbucht das fünfte Triple-Double seiner Karriere und Tyler Herro versenkt mit dem letzten Wurf des NBA-Jahres 2022 einen Buzzerbeater zum Sieg.

Indiana Pacers (20-17) – L.A. Clippers (21-17) 131:130 (BOXSCORE)

  • “Wir haben ein Monsterspiel gebraucht, um dieses Team zu schlagen und das ist uns gelungen”, brachte es Pacers-Coach Rick Carlisle treffend auf den Punkt. Insbesondere Myles Turner und Tyrese Haliburton befolgten die Anweisungen und waren teils spektakulär. Turner legte 34 Punkte (11/17 FG) auf, Haliburton übernahm im vierten Viertel und kam auf 24 Zähler (8/13), 10 Assists und 4 Steals.
  • Nach drei Vierteln stand Haliburton noch bei mageren 6 Zählern, bevor er das Geschehen komplett an sich riss. Alleine in den letzten 2:30 Minuten der Partie versenkte der Guard drei Würfe (ein Dreier, ein Layup, ein And-1) und netzte in den Schlusssekunden drei Freiwürfe, welche den Sieg sicherstellten. Ein später Dreier von Paul George war nur noch Ergebniskosmetik.
  • Der Forward war in seiner alten Heimat der dominierende Spieler, 45 Punkte (15/25 FG, 7/13 Dreier, 8/8 FT) und 9 Rebounds wurden für PG-13 notiert. Den Versuch zum möglichen Ausgleich 8 Sekunden vor dem Ende nahm aber Kawhi Leonard (24, 8/17, 7 Assists), dieser fiel aber deutlich zu kurz aus. Von der Bank der Clippers kam letztlich zu wenig (nur 27 Zähler), die Pacers hatten hier dank Bennedict Mathurin (15, 7/10 FT) Vorteile. Buddy Hield (18, 5/12 Dreier) trifft weiter gut von draußen.

Charlotte Hornets (10-27) – Brooklyn Nets (24-12) 106:123 (BOXSCORE)

  • Die Serie der Nets geht weiter. In Charlotte hatten die Gäste keine Probleme und konnten sich erneut auf ihre Stars verlassen. Kyrie Irving erzielte 18 seiner 28 Punkte (11/19 FG) in der ersten Halbzeit, Kevin Durant beließ es bei effizienten 23 Zählern (9/15 FG), wobei nur der Dreier nicht fallen wollte (1/6).
  • Das war aber letztlich kein Thema, weil Charlottes Offense zu schwach war. LaMelo Ball (23, 5/14 Dreier, 11 Assists) bekam zu wenig Unterstützung, alle anderen Hornets-Spieler netzten zusammen gerade einmal 6/27 aus der Distanz. Nur Mitte des dritten Viertels wurde es kurzzeitig eng, als die Hornets auf -6 verkürzen konnten, Brooklyn hatte aber die umgehende Antwort.
  • KD und Irving erzielten 11 der folgenden 13 Punkte, ein 28:14-Lauf zum Ende des Viertels stellte die alten Kräfteverhältnisse wieder her. Royce O’Neale und Nic Claxton steuerten je 14 Zähler zum Erfolg bei, während Ben Simmons (2, 3 Rebounds) in 19 Minuten sehr blass bleib. Für die Hornets verbuchte Mason Plumlee (22, 10 Rebounds) ein Double-Double.

Chicago Bulls (16-20) – Cleveland Cavaliers (23-14) 102:103 (BOXSCORE)

  • Nach drei Niederlagen am Stück sind die Cavs in Chicago noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Zwar blieben die Gäste in den letzten zwei Minuten ohne einen eigenen Punkt, mit der Sirene gelang dann aber doch noch einmal ein Stop gegen DeMar DeRozan, der einen schweren Fadeaway gegen Caris LeVert und Donovan Mitchell zum möglichen Sieg daneben setzte.
  • Die Cavs mussten dabei auf Darius Garland (Daumen) verzichten und das war der Offense anzumerken. Cleveland traf nur 46 Prozent aus dem Feld, dazu erwischte Donovan Mitchell (15, 5/16) nicht seinen besten Abend. Dafür sprangen die eigentlichen Reservisten in die Bresche. LeVert (23, 10/19 FG) vertrat Garland und auch Kevin Love (20, 9 Rebounds) überzeugte als Starter für den verletzten Evan Mobley (Sprunggelenk).
  • Die Bulls hatten ebenfalls Schwierigkeiten, sie blieben eiskalt von Downtown (7/21) und liefen fast das komplette Spiel einem Rückstand hinterher. DeRozan war mit 21 Punkten schon bester Scorer, Zach LaVine (15, 6/16) und Nikola Vuccevic (11, 5/13, 14 Rebounds) fanden keinen Rhythmus. Lichtblick der Bulls war Ayo Dosunmu, der 19 Zähler (7/10 FG) und 5 Steals auflegte.

Houston Rockets (10-26) – New York Knicks (19-18) 88:108 (BOXSCORE)

  • Selten kamen die Rockets so zur richtigen Zeit wie für die Knicks, die nach fünf Pleiten am Stück dringend einen Sieg brauchten, um die Nerven etwas zu beruhigen. Und das gelang dann auch, weil Julius Randle ohne die weiterhin verletzten Jalen Brunson und R.J. Barrett das Team auf seine breiten Schultern packte. 35 Punkte (9/20), 12 Rebounds und 6 Assists wurden für den Power Forward notiert.
  • Gewonnen wurde die Partie aber mit Defense. Nach einem Fehlstart hielten die Gäste Houston im zweiten Viertel bei 14 Zählern, übernahmen kurz vor der Pause die Führung und gaben diese im Anschluss nicht mehr her. “Wir haben die Ballhandler viel besser unter Druck gesetzt”, freute sich Knicks-Coach Tom Thibodeau zu Recht. Houston leistete sich 25 Ballverluste, 37 Punkte generierten die Knicks daraus.
  • Vor allem die jungen Guards Kevin Porter Jr. (23, 10 Rebounds, 8 Assists) und Jalen Green (16) waren hier zu nennen, beide häuften je 5 Ballverluste an. Für die Knicks punkteten neben Randle nur noch Quentin Grimes (19) und Immanuel Quickley (27, 9/25) zweistellig. Das reichte, auch wenn New York nur 39 Prozent aus dem Feld traf.

San Antonio Spurs (12-24) – Dallas Mavericks (21-16) 125:126 (BOXSCORE)

  • Das ist einfach nicht normal, was Luka Doncic derzeit auf das Feld zaubert. Gegen die Spurs legte der Slowene sein zweites 50-Punkte-Spiel innerhalb weniger Tage nach und sicherte den Mavs einen weiteren Sieg – und das in ähnlicher Art und Weise wie gegen die Knicks.
  • Bei noch 1,5 Sekunden und +1 foulten die Spurs den Superstar der Mavs, der deswegen an die Linie marschierte. Der erste Versuch misslang, also entschied Doncic, auch den zweiten Versuch absichtlich zu verwerfen, damit die Uhr herunterläuft. Und wie das gelang. Doncic feuerte den Ball an die Vorderkante des Rings, dann kam der Ball zum Slowenen zurück und der sicherte sich den Rebounds zum Sieg.
  • Davor war es vom allem in Halbzeit eins die Doncic-Show. 30 seiner 51 Punkte (18/29 FG, 6/10 Dreier, 9/15 FT, 9 Assists) markierte der Guard in den ersten 24 Minuten. Fünf von sechs Stepbacks landeten im Netz, sodass die Führung im dritten Viertel auf bis zu 17 Zähler anwuchs. Christian Wood leistete mit 25 Punkten (10/15 FG) wertvolle Unterstützung, die Mavs trafen 58 Prozent aus dem Feld, um letztlich aber doch zu zittern.
  • Die Spurs kamen dank Jakob Pöltl (19, 15 Rebounds) und Tre Jones (18) noch einmal zurück, doch Letzterer verpasste die Chance auf die Verlängerung. Auch der Guard hatte einen Freiwurf bei -2 absichtlich verworfen und sofort den Rebound eingesammelt, Davis Bertans foulte ihn erneut. Dann zeigte Jones aber Nerven und vergab den zweiten Versuch zum Ausgleich. Keldon Johnson war mit 30 Punkten (10/19 FG) bester Scorer der Gastgeber.

Memphis Grizzlies (22-13) – New Orleans Pelicans (23-13) 116:101 (BOXSCORE)

  • In einem Back-to-Back hatten die Pelicans wenig zu melden und unterlagen im Spitzenspiel der Western Conference recht deutlich. Zion Williamson machte dabei eines seiner schwächeren Spiele, 20 Zähler (6/16 FG), 9 Rebounds, 1 Assist, aber auch satte 9 Ballverluste wurden für den Top-Pick von 2019 im Boxscore notiert.
  • Besser machte es der Spieler, der nach Zion gezogen wurde und nun der Superstar der Grizzlies ist. Zwar schoss Ja Morant aus der Distanz nur Fahrkarten (0/6), ansonsten lief es aber für den Guard, der 32 Zähler (13/22 FG) und 8 Assists auflegte. Beim entscheidenden 19:4-Lauf zu Beginn des vierten Viertels war der Spielmacher dann aber nicht auf dem Feld.
  • Stattdessen waren es die Bigs Jaren Jackson Jr. (17, 7/13, 3 Steals, 6 Blocks) und Brandon Clarke (12), die in dieser Phase die wichtigen Plays im Angriff und der Verteidigung machten. So gelangen Back-to-back-Steals gegen C.J. McCollum (10, 4/16 FG, 1/7 Dreier, 6 TO), der nach seinem Franchise-Rekord am Vortag (11 Dreier) gegen Philadelphia diesmal komplett blass blieb und mit -27 das schlechteste Plus-Minus aller Spieler aufwies.
  • “Sie waren heute physischer”, musste auch Pelicans-Coach Willie Green zugeben. Das ist kein Zufall, schließlich absolvierten die Pels das dritte Spiel in vier Tagen. Durch die Niederlage der Pels ist Denver der neue Spitzenreiter im Westen.

Minnesota Timberwolves (16-21) – Detroit Pistons (10-29) 104:116 (BOXSCORE)

  • In Minnesota könnte es bald wieder ungemütlich werden. Trotz einer frühen Führung von bis zu 18 Zählern verloren die Wolves in der Folge komplett den Faden. “Zum ersten Mal habe ich bei uns Frustration untereinander ausgemacht”, meinte Wolves-Coach Chris Finch. “Wir haben dann nicht mehr das einfache Play gemacht.”
  • In der zweiten Halbzeit erzielten die Gastgeber nur noch 40 Punkte und trafen magere 29 Prozent aus dem Feld, während für Detroit Bojan Bogdanovic (18 von 28 Punkten nach der Pause) heiß lief. Der Kroate plus die Bank, das war das Erfolgsrezept der Gäste. Alle fünf eingesetzten Bankspieler erzielten mindestens 11 Punkte, Marvin Bagley (18, 10 Rebounds) stach mit einem Double-Double hervor.
  • Zum Vergleich: Die vier Wolves-Reservisten kamen zusammen auf 20 Zähler (DET: 65). D’Angelo Russell (25) und Anthony Edwards (30, 10/21, 7 Rebounds) waren die besten Scorer der Gastgeber, während Rudy Gobert (9, 10 Rebounds) nur knapp 28 Minuten zum Einsatz kam.

Oklahoma City Thunder (15-21) – Philadelphia 76ers (21-14) 96:115 (BOXSCORE)

  • Es war keine Überraschung, dass Joel Embiid in Oklahoma City leichtes Spiel haben würde, der Center nutzte die fehlende Tiefe der Thunder auf den großen Positionen zu seinem fünften Karriere-Triple-Double und konnte verschmerzen, dass der Wurf überhaupt nicht fallen wollte. Von neun Jumpern ging nur einer durch die Reuse, am Ende waren es 16 Punkte (6/17), 13 Rebounds, 10 Assists und 4 Blocks für den Kameruner.
  • Dafür hatten andere ihren Rhythmus schnell gefunden, insbesondere Tobias Harris (23, 10/17, 9 Rebounds), der in der ersten Halbzeit alle seine sieben Würfe traf. Nach 24 Minuten war die Partie auch schon gelaufen (69:43), obwohl die Sixers in ihrem Back-to-back James Harden und P.J. Tucker schonten.
  • Shai Gilgeous-Alexander (14, 4/15, 5 Assists) gelang kaum etwas, entsprechend lahmte die Offense der Gastgeber. Josh Giddey (20) und Rookie Jalen Williams (17, 6/10) spielten zwar sehr ordentlich, viel mehr konnten die Thunder aber nicht anbieten. Für die Sixers wussten dagegen die beiden Guards Shake Milton (18) und De’Anthony Melton (17, 5 Assists, 3 Steals) zu gefallen.

Utah Jazz (19-20) – Miami Heat (19-18) 123:126 (BOXSCORE)

  • Passender Abschluss für das NBA-Jahr 2022. Tyler Herro versenkte mit dem Buzzer den entscheidenden Dreier, es war bereits der dritte Gamewinner des Monats für den amtierenden Sixth Man of the Years. Womöglich kann der Guard ja in dieser Saison ein Wörtchen beim neu eingeführten “Clutch Player of the Year” mitreden.
  • Wenige Sekunden zuvor hatte Lauri Markkanen die Nerven behalten, nachdem der Finne beim Dreier gefoult worden war und in der Folge alle drei Versuche von der Linie versenkte. Mit 29 Punkten (7/15 FG, 12/12 FT) und 14 Rebounds unterstrich der Forward erneut seine bärenstarke Saison. Unterstützung bekam Markkanen von Jordan Clarkson (22) und Malik Beasley (17, 5/8 Dreier).
  • Miami machte jedoch offensiv eines der besseren Saisonspiele. Die Heat trafen 51 Prozent aus dem Feld und hatten mit Herro (29, 9 Rebounds), Bam Adebayo (31, 11/17) und Victor Oladipo (23, 4/9 Dreier) gleich drei 20-Punkte-Scorer in ihren Reihen, während Jimmy Butler diesmal geschont wurde. In der zweiten Halbzeit führte keines der beiden Teams zweistellig.


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